…(stadt)ansichten nr. 87 …spread your wings

…nein, diese (ganz zufällig entdeckte) figur hat mich nicht gleich an das lied von queen erinnert. es läuft aber jetzt gerade im hintergrund und bringt meine gedanken (etwas mehr) in fluss.

…gesehen habe ich diesen kleinen drachen, der seine flügel ausbreitet und und die arme weit öffnet, am baggersee am tag nach dem triathlon ingolstadt 2021.

…ich bin dort mit unserem hund mittags spazieren gegangen, um noch etwas der atmosphäre der veranstaltung vom vortag nachzuspüren, denn ich war den wettkampf über in der wechselzone beschäftigt.

…und, ja, sie war noch da, die energie des neuanfangs des triathlon in der andauernden pandemiezeit. ja, sie war da, die freude der athlet*innen, nach langer zeit wieder ihren sport in einem wettkampf ausüben zu können. und ja, sie war da, die dankbarkeit gegenüber denjenigen, die dies möglich gemacht haben.

…für mich waren das schönste „geschenk“ dieser tage die zufriedenen gesichter der sportler*innen nach dem wettkampf (es gab auch auch sehr bittere momente – reifenpanne, abbruch) und die ehrlichen, spontanen dankesworte.

…der sport, die lust am leben, an der bewegung hat am vergangenen wochenende wieder seine flügel ausgebreitet und ist abgehoben.

…ganz ähnlich geht es auch mir. nach einer bitteren zeit beginnen sich auch meine flügel allmählich (wieder) auszubreiten. dies aus verschiedenen quellen (die mir zu persönlich sind, um sie offen zu legen). klarheit beginnt. neue energie fließt. ziele, neue (auch noch unbekannte) wege zeichnen sich ab.

…diese figur hat mich in dem moment, als ich sie gesehen habe, darauf aufmerksam gemacht. du, ich, wir können in jedem moment, hier und jetzt, unsere flügel ausbreiten und zu neuen flügen aufbrechen, können mit offenen armen neues, neue augenblicke aufnehmen, empfangen.

…man braucht nur das erkennen, die klarheit, dass die magie (des lebens) nicht irgendwo in der (nicht real existierenden) vergangenheit, zukunft, sondern in diesem moment, jetzt und hier ist. so, spread your wings…

…(landschafts)ansichten nr. 86 …(m)ein (um)weg, (gar) nicht weit weg

„jeder sucht den weg. doch der weg ist da, wo du gerade bist. du brauchst nur dieses aufwachen, dass du immer auf dem weg bist.“ (fumon roshi)

…mit diesen worten, dieser einsicht im herz habe ich mich ein wenig auf den weg durch den auwald bei schloss grünau gemacht, bin zwei der (offiziellen) auenwege (nr. 3 und 6) des auenzentrums neuburg/ingolstadt gegangen.

nr. 6 führte durch den wald. tief und tiefer. dort habe ich mich verirrt, im wald verlaufen. bin dorthin gekommen, wo sich hase (einen habe ich gesehen) und wildschwein (um wildschweinsuhlen musste ich gehen) begegnen. alle sinne wurden wach, um wieder aus dem wald zu finden.

…am ende (natürlich) wieder hinaus ins licht, auf befestigte wege, in die offenheit.

nr. 3 zeigte, dass die aue, der auwald lebt. entlang der donau hin zum abzweig des ottheinrichbachs aus der donau und etwas in den auwald hinein. wunderbar.

…mit viel lichtnahrung.

..schließlich, noch ein kleines geschenk des augenblicks.

..haiku nr. 48 …lebenslinien

leben ist (m)ein fluss

jeder tropfen neu im hier

auf, trinke den fluss

…haiku nr. 47 …perseiden

koste das leben

jede sternschnuppe heut nacht

alles leben jetzt

…haiku nr. 46 …abendstimmung

regen kühlt die stirn

wolken mit kreide gemalt

türen gehen auf

…haiku nr. 45 …befreiung

herzüberfließungen

verbinden im jetzt und hier

schmetterling flieg frei

…(stadt)ansichten nr. 85 …street(groß)artig …updated

…zum zweiten mal (nach 2018) findet diese woche in ingolstadt das straßenkunst-festival „streetartig“ statt. wegen der noch laufenden corona-pandemie dieses mal aber mit (sicherem) abstand in den räumen der ehemaligen buchhandlung ganghofer im vormaligen dk-gebäude in der donaustrasse.

…(leider) etwas versteckt hinter parkenden autos (könnten diese woche eigentlich weg) sind die künstler*innen schon mittendrin im erschaffen ihrer kunstwerke. eins ist schon fast fertig, die anderen sind noch im entstehen.

…ich finde, das, was ich gesehen habe (schon) wirklich street(groß)artig. aber schau selbst…

…ich schaue die tage auf jeden fall wieder vorbei, um mich von der zweiten dimension in die dritte dimension entführen zu lassen.

…und hier sind einige der fertigen werke vom sonntag, dem 18. juli. am 23. und 24.07. von 11-19 uhr kann frau/man/div. sich auch in/mit den werken ablichten lassen.

…(stadt)ansichten nr. 84 …neue wege

…bewegt man sich abseits gewohnter, eingeübter wege, sieht man neue dinge, neue perspektiven, neue möglichkeiten, schlicht neue wege.

…so ganz real geschehen diese tage entlang der schutter.

…und man sieht „verwunsche“ anwesen. anwesen, an denen man so oft schon achtlos vorbei gekommen ist.

…kaum vorzustellen, dass dies ganz nah zur mitte unserer stadt ist.

…stadtnatur pur. ja, es lohnt sich, neue wege zu gehen, ins offene, mit offenen augen, mit offenem herzen.

…(stadt)ansicht nr. 83 …einblicke

…am heutigen nachmittag durfte ich im rahmen der waldbegehung des stadtrates und des naturschutzbeirates einblicke in ein gebiet haben, das mir schon lange bekannt ist, das ich aber bisher noch nie betreten habe.

…wir duften nämlich die abgezäunte schutzzone 2 des wasserwerks buschletten im süden etwas durchwandern.

…an den tiefbrunnen vorbei sind wir in weitgehend unberührte bereiche gegangen, in den ökologisch wertvolles totholz und zahlreiche biotopbäume zu finden sind.

…und „skulpturen“, „gemälde“, wie sie nur die kraft, macht der natur formen, schaffen kann. aber sie selbst:

…einer der beiden tiefbrunnen

…haiku nr. 44 …weg

sofa im raum, leer

dunkelheit kämpft mit dem tag

auf dem weg liegt licht, neu