…haiku nr. 18 …werde

abdruck um abdruck

spuren des seins prägen dich

werde immer neu

…(m)ein gedanke über „arbeit“

…arbeit: du/ich verwendest/verwende lebenszeit und wirst/werde dafür bezahlt. 

…bezahlt für

  • eine leistung, die darin liegt, anderen zu helfen.
  • eine leistung, die darin liegt, dienstleistungen für andere zu erbringen.
  • eine leistung, die darin liegt, andere zu lieben.
  • eine leistung, die darin liegt, andere glücklich zu machen.
  • eine leistung, die darin liegt, das leben anderer sicherer zu machen.
  • eine leistung. die darin liegt, das leben von anderen zu erleichtern.

…stimmt das bei dir?

…dann: love it! 

…oder: change it! …oder: leave it!

…für mich: ich bin immer mehr, öfter, intensiver beim „love it“.

(quelle der aufzählung: larry winget, halt den mund, hör auf zu heulen und lebe endlich, s. 79 f. der hyne tb-ausgabe)

…(stadt)ansichten nr. 35 …stadtnatur von bürger*innen für bürger*innen

…die aktuelle mitgliederzeitschrift „natur & umwelt“ des bn (3. quartal 2016) hat mich daran erinnert. in den titelgeschichten wird schlicht gefordert: mehr stadtnatur!

…unser gartenamt ingolstadt schafft bereits an vielen orten der stadt schöne blühinseln, die bienen und anderen insekten nahrung bieten.

…aber da war (einmal) auch noch ein antrag der stadtbeGRÜNung. ein antrag zur möglichkeit der übernahme langfristiger einer patenschaften für öffentliche grünflächen. in der behandlung dieses antrages im stadtrat am 29.10.2015 wurde uns mitgegeben, konkrete patenschaftsinteressent*innen zu nennen und der antrag daher zurückgestellt

…es wurde darauf hin eine umfrage an die bezirksausschüsse der stadt und an „einschlägige“ vereine in der stadt gestellt. die reaktionen waren – im wahrsten sinne des wortes – „durchwachsen“. von völliger ablehnung, unzweideutigem unverständnis bis hin zu (an einer hand abzählbarer) klarer unterstützung der initiative waren alle arten von rückmeldungen vertreten. das eindeutigste bekenntnis für die idee von patenschaften kam von der initiative „transition town ingolstadt„.

….und es gibt sie die (grün)flächen in der stadt, auf denen patenschaften gelebt werden können. so bin ich heut nachmittag an der (gerade vom gartenamt frisch gemähten) öffentlichen grünfläche entlang der maximilianstr. zwischen aventinstr. und gustav-adolf-str. vorbei geradelt. und ich musste kurz inne halten.

…eine wunderbare parklanschaft mitten im südwesten der stadt, die auch schon mit einem fitness-trail versehen ist. eine parklandschaft, in der auch urban gardening und weitere gestaltungen möglich wären. man muss nur wollen, die stadt muss es nur ermöglichen.

…die stadtbeGRÜNung bleibt dran, wird den antrag für patenschaften wieder aufrufen und auf die tagesordnung bringen, damit bürger*innen für bürger*innen unsere stadtnatur gestalten können.

…(stadt)ansichten nr. 34 …(natur)raumgedanken

…die verträge sind gemacht, die in-campus gmbh gegründet. die bilder sind geschossen, die artikel geschrieben. nun laufen die (sanierungs)arbeiten auf dem ehem. gelände der bayernoil-raffinerie. es entsteht der audi-innovations-campus oder, wie ein online-medium letztes jahr getitelt hat, „audi baut sich eine stadt„.

…im sommer 2016 arbeiten auf dem gelände vereinzelt bagger, ansonsten sind die (sanierungs)arbeiten nicht bemerkbar. es ist also noch ein langer weg hin zu einer neuen nutzung.

…entlang dieses weges ist nochmal daran zu erinnern, zu überlegen, zu denken, wie das angrenzende (einzigartige) naturschutzgebiet kälberschütt gestärkt, ggf. sogar erweitert werden kann. initiativen dazu gibt es. nur dürfen diese nicht in den schubladen der wirtschaftsförderer, der (wirtschafts)wachstumsgläubigen staub ansetzen. denn die natur ist – ganz sicher auf lange sicht gesehen – stärker, ausdauernder, kreativer als alle menschliche (ingenieurs)ideen. sie holt sich sich selbst zurück, wie man bei diesem blick nach osten über das gelände (schon) erahnen kann.

…zeit also, die natur, das naturschutzgebiet kälberschütt, nicht zu vergessen. denn (aktuell: geschichts)vergessenheit geht dieser tage um in ingolstadt.

…haiku nr. 17 …münchen 

ohnmacht grauer tag 

stadt voller türen mit mut

trag die kraft ins jetzt

…haiku nr. 16 …erntezeit (vielleicht)

frisch der wind bläst neu

herbstluft nahe, duftet schon

erntezeit ist da

…das original vom 20.6.2016

…nach der redaktionellen bearbeitung durch den donaukurier hier der originaltext der pressemitteilung der stadtratsfraktionen (es waren alle fraktionsmitglieder anwesend) von spd, bündnis 90/die grünen, ödp und bgi im ingolstädter stadtrat vom 20.6.2016:

Vier Fraktionen fordern Kurswechsel und neue politische Kultur

Die Stadtratsfraktionen von SPD, Grünen, BGI und ÖDP fordern aus Verantwortung für Ingolstadt und in Sorge um die weitere Entwicklung unserer Stadt eine Kursänderung im Stadtrat und eine Rückkehr zur jahrzehntelang gepflegten politischen Kultur des gegenseitigen Respekts. Die in der neuen Amtszeit des Stadtrats sich zunehmend äußernde Machtarroganz des Oberbürgermeisters, des Finanzbürgermeisters und der Rathauskoalition muss beendet werden.

Die vier Fraktionen fordern im Bewusstsein, 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler zu vertreten, im Einzelnen: 

1. Der Oberbürgermeister muss als OB aller Bürgerinnen und Bürger denken und handeln, nicht nur als der einer Partei.

2. Die Leitung der Sitzungen muss sich wieder an demokratischen Grundsätzen orientieren und auf die völlig unangemessene Herabwürdigung von Stadträten verzichten. Alle Mitglieder des Stadtrats haben einen Anspruch auf eine respektvolle Behandlung. Die Sitzungsleitung muss moderieren anstatt missliebige Äußerungen zu kommentieren.

3. Gute Kommunalpolitik ist niemals alternativlos, sondern greift Ideen auf und lässt Kritik zu. Alle Stadtratsmitglieder und die Bürgerschaft müssen in den politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess eingebunden werden.

4. Die Referentin und Referenten der Stadt sind politische Mandatsträger und sollen dem Stadtrat ihre fachliche Expertise zur Verfügung stellen, anstatt sich einen Maulkorb verpassen zu lassen und zu vielen Ihren Zuständigkeitsbereich betreffenden Themen zu schweigen.

5. Sachanträge der Fraktionen müssen wieder von den Fachleuten in den Ausschüssen vorberaten werden. SPD, Grüne, BGI und ÖDP werden gemeinsam beantragen, die Geschäftsordnung des Stadtrats entsprechend zu ändern.

6. Das im Stadtrat vorherrschende Informationsgefälle zwischen Koalition und Opposition, das mitunter zu einer Informationsverweigerung ausartet, muss beseitigt werden. Die Fraktionen behalten sich ansonsten vor, Sondersitzungen des Stadtrats zu beantragen, wozu 13 Mitglieder ausreichen. 

7. Die Fraktionen äußern ihre Unzufriedenheit mit dem Verfahren im Konsolidierungsrat, der nicht öffentlich tagt und aus dem heraus der Oberbürgermeister die Medien nach seiner Interpretation informiert. Die Vorschläge der Fraktionen werden weder ernst genommen, geschweige denn aufgegriffen. Wenn sich an dem bisherigen Vorgehen nichts ändert, behalten sich die Fraktionen vor, den Konsolidierungsrat zu verlassen.

8. Die Fraktionen fordern ein Ende der schleichenden Entmachtung des Stadtrats durch die Übertragung von Kernkompetenzen der Stadt an privatrechtlich organisierte Gesellschaften, die der Kontrolle durch die Bürgerschaft entzogen sind. 

Das Treffen der vier Fraktionen wird nicht das letzte dieser Art sein, sondern stellt den Beginn einer Zusammenarbeit im Interesse der weiteren Entwicklung der Stadt dar. Bei weiteren Treffen werden die Partner sich auf inhaltliche Initiativen verständigen. Dazu ist die Durchführung einer Klausur geplant.“

…to be continued