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…(stadt)ansichten nr. 60 …von jenseits des tellerrands

…vor kurzem war ich jenseits unserer stadtgrenzen und hab über den tellerrand geschaut.

…was ich dort gesehen habe, ist in meinem beitrag vom 24.11. für den blog o-thoene aus meiner feder niedergeschrieben: https://o-thoene.de/ein-paar-gedanken-von-jenseits-des-tellerrands

…auch ein beitrag zu mehr slowliving

…auch wenn ich grad wieder in den stadtgrenzen weile, werde ich nicht aufhören, über den tellerrand zu schauen. für meine lieben, für meine stadt, für meinen planeten.

…das ziel ist der weg

…unter diesem titel durfte ich im magazin citicon in diesem herbst ein paar notizen über den englischen weg schreiben, den ich mitte september mit meiner tochter emma nach santiago de compostela gegangen bin.

…wer den weg mit mir nachgehen will, um ihn vielleicht einmal selbst zu gehen, kann hier den artikel nachlesen.

…ich sage nur noch: buen camino.

…(stadt)ansichten nr. 59 …kindheitserinnerungen

…mit diesem ort sind viele kindheitserinnerungen verbunden, denn hier habe ich begonnen, zur schule zu gehen. in der grundschule an der münchener strasse, anderes gesagt, in der anton-schule. und dieser ort nicht nur meiner kindheitserinnerungen verändert sich in dieser tagen erschreckend, wie ich kürzlich vor ort ernüchternd feststellen musste.

…denn im zuge des neubaus der notwenigen erweiterungen wird gegenwärtig der gesamte ehemalige schulhof umgestaltet, nein, umgegraben (bilder aufgenommen am 26.8.2019 gegen 16:30 uhr).

…und ich habe es mitbeschlossen, als stadtrat habe ich es mitbeschlossen. trotzdem „blutet“ mir das herz beim anblick dieser bilder, denn viele bilder, geräusche, gerüche kommen dabei hoch. die schulfeste, die theateraufführungen, die chorproben, das erste nachsitzen.

…und ich bin mir auch nicht mehr sicher, ob die neugestaltung wirklich so vollzogen wird, wie ich, wie wir sie beschlossen haben, denn meinem eindruck nach sind viel mehr bäume (unnötig) gefällt worden, sind einfach weg. zumindest bin ich im vergleich der ortsansichten mit dem plan aus der vorlage v0438/17 dieser meinung.

…bitter. bitter, aber die kindheitserinnerungen bleiben, auch wenn dieses stück ingolstadt für immer geht.

…(stadt)ansichten nr. 58 …300 meter ingolstadt

…ein kurzer abendspaziergang mit unserem hund. und gut (geschätzt) 300 meter ingolstadt, die kontrastreicher nicht sein könnten.

…zunächst auf einer strecke von nur weniger als 100 meter diverse (private) „gärten des grauens„, die insektenfreundlichen blühpflanzen keine heimat geben können. pflegeleichte, aufgeräumte, sterile (vor)gärten, die leider keine gute ökologische visitenkarte überreichen.

…und dann nur wenige meter weiter streifen öffentliches grün. ganz anderes grün mit inseln von blühpflanzen, die insekten einladen und bienen nahrung geben. hier gebührt ein dank den gärtnerinnen und gärtnern des gartenamtes unserer stadt.

…und dann kurz noch der blick aus unserem sommerlichen küchenfenster (mit erlaubnis der frau), der mir zeigt, dass wir mit unserem naturnahen garten durchaus auch in der richtigen richtung unterwegs sind.

…ich kann nur an die unbekannten und ungenannten besitzerinnen und besitzer der „steinwüsten“ appellieren, sie bitten, mehr blühpflanzen, mehr natur, mehr wildheit ein chance zu geben. die bienen, die insekten werden es danken und das eigene auge auch.

…(k)eine zierde für den verein

…“eine zierde für den verein“, so lautet der titel des einzigen romans der berühmtesten ingolstädter autorin, marieluise fleißer. und der protagonist dieses romans geht auch just dem schwimmsport nach.

…seit nunmehr fast drei jahren darf ich, bin ich mit in der leitung unseres größten ingolstädter schwimmvereins (sein), dem sc delphin ingolstadt e.v. und seit nunmehr fast drei jahren, gerade wieder ganz aktuell, begegnet mir ein thema, das ich hier jetzt einfach mal in ein paar zeilen fließen lassen will.

…beginnen wir aber von vorn. was bedeutet denn eigentlich das wort „verein“. ich habe mal nachgeschaut. verein ist eine „organisation von menschen mit einem gemeinsamen ziel oder gemeinsamen interessen“. in einem sportverein wollen die menschen also demnach eine sportart ausüben, um sich zu bewegen, sich körperlich fit zu halten oder sich auch im wettkampf zu messen. gut so.

…dies entspricht auch meinem erleben. in meinem verein betätigen sich über 1.000 menschen in den verschiedensten sportformen, die mit und im wasser passieren. ganz vorne steht dabei natürlich das schwimmen, eine der grundlegendsten fähigkeiten, die wir menschen erlernen können. angefangen vom anfängerschwimmkurs, in dem es um die grundfähigkeit geht, bis hin zum leistungsschwimmsport bietet auch der sc delphin ingolstadt e.v. einen ganzen fächer an betätigungsformen. nicht zuletzt erfüllen wir bei den uns anvertrauten kindern und jugendlichen mit unseren angeboten auch einen wichtigen teil an erziehungsarbeit.

…und all dies geschieht durch die übungsleiterinnen und übungsleiter, trainerinnen und trainer, auch den sonstigen verantwortungsträger/innen in (zumeist unentgeltlicher) ehrenamtlicher arbeit. alle geben ihre freizeit ihrer leidenschaft am (schwimm)sport hin. dafür werden dann auch opfer im familiären bereich und beispielsweise auch bei sonstigen sozialen beziehungen in kauf genommen.

…mein erleben in den letzten drei jahren ist nun, dass dieses engagement und die leistungen, die ein verein damit erbringt (leider) immer weniger geschätzt werden. da schaffen es immer wieder ein paar wenige menschen durch ihre haltung, den verein letztlich als gesellschaftlichen dienstleister anzusehen, dessen leistungen durch den mitgliedsbeitrag weitestgehend abgegolten sind. und sie schaffen es durch ihre ablehnung des eigenen einbringens von mitarbeit zur erreichung des gemeinsamen ziels, sand ins getriebe zu streuen. sand, der die bemühungen der verantwortlichen hemmt, anstrengungen zu neuerungen außer acht lässt und – ja, auch das darf gesagt werden – immer wieder frustriert. frustration, die schon wertvolle kräfte auch in meinem verein zum rückzug bewogen hat.

…ich will und werde mich aber nicht zurücknehmen. das nachdenken, einfühlen in das, was ich im moment erfahre, zeigt mir vielmehr, dass es die große mehrheit der menschen, die mit mir ein gemeinsames ziel verfolgen, wert sind, klarheit und deutlichkeit gegenüber der minderheit zu zeigen, die nicht gewillt ist, auch nur einen kleinen beitrag (persönlich oder durch einen geringen obulus) zu erbringen. solch mitmenschen sind – um marieluise fleißer nochmal heran zu ziehen – wahrlich keine zierde des vereins.

…eine zierde des vereins sind vielmehr all diejenigen, die sich einbringen, mitarbeiten, um das gemeinsame ziel zu erreichen. ihnen gebührt mein dank und meine anerkennung.

…(stadt)ansichten nr. 57 …südtribüne

…da habe ich im beim heutigen spiel des fc ingolstadt 04 (gegen des sv sandhausen und das war am ende nicht so erfolgreich) mal in richtung südtribüne zum fanblock des fc04 geschaut und es hat mich ein blitz getroffen, ein positiver blitz.

…genau, das habe ich ich gesehen, diese beiden transparente: echte bürgerprojekte statt pr-spielereien – fanprojekt jetzt!!!

…warum hat mich das so berührt? unter dem 09.10.2018 habe ich genau das im stadtrat beantragt: ein fanprojekt für den fc ingolstadt 04.

…und vor diesem hintergrund hat mich diese fanaktion positiv berührt, unheimlich gefreut und sehr motiviert, weiterzumachen. denn wenn initiativen, eigene anträge auf so fruchtbaren boden fallen bei denen, für die ich mich einsetze, die es betrifft, dann ist einfach nur gut, sich einzusetzen, sich zu engagieren.

…noch hat der stadtrat nicht entschieden (es geht hier letztlich um eine summe von 50.000,- eur jährlicher cofinanzierung neben der freistaat und dem dfb, der dfl) und wenn ich diese meinung der fans sehe, dann muss gekämpft werden. gekämpft werden für ein fanprojekt, für die fans.

…(eur)aiku nr. 43 …unite(d)

…heut nachmittag hat mich ein befreundeter autor, der wahrgenommen hat, dass ich mich hier mehr oder weniger an haikus versuche, auf einen aktuellen politischen „haiku“ aufmerksam gemacht. es ist dieser „haiku“ zum brexit:

…darauf muss ich einfach mit einem eigenen hoffnungsvollen, positiven (eur)aiku antworten:

i have a dream of

united states of europe

come on, come on now

…europa ist auf jeden fall schon mal in unserer einfahrt angekommen.