…ein paar (persönliche) grüne nach(t)gedanken

…am 26.2.2016 wurde mir als stadtratsmitglied, zusammen mit den weiteren fraktionskolleg*innen, vom vorstand des kreisverbandes ingolstadt von bündnis 90/die grünen öffentlich in einer pressemitteilung ins stammbuch geschrieben, dass ich einen „gravierenden mangel an wertschätzung für die arbeit von künstlern und kreativen“ habe. 

…das trifft (tief), das berührt mein selbstverständnis, das stellt meine überzeugungen, meine werte, meine ideale, meine selbstwahrnehmung in frage.

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…ich will daher hier kurz aufschreiben, was mich bewegt. was mich bewegt, neben meinem (erfüllenden) beruf als leiter einer schadenabteilung für personenschäden aus dem heilwesenbereich, als chef von gegenwärtig 21 mitarbeiter*innen noch „nebenbei“ ehrenamtlich kommunalpolitik zu betreiben.

…ich tue es aus leidenschaft. aus leidenschaft für die sache, die grüne sache. ich tue es aus dem antrieb heraus, durch mein (bisschen) engagement das leben, das (da)sein der menschen, für die ich mich (mit)verantwortlich fühle, die mir ihr vertrauen geschenkt haben, (wenigstens ein kleines stück) besser, lebenswerter zu machen. 

…und hier kommt mir auch immer wieder der satz ins bewusstsein, der mich (wohl) im kern antreibt. der satz, der mir das bild meiner beiden (nun bald erwachsenen) töchter und gleichzeitig das bild meines (ganz kürzlich verstorbenen) vaters vor augen führt. es ist der satz: wir haben die welt nur von unseren kindern geborgt.

…ich bin den grünen beigetreten und habe mich die letzten jahre dort mit meinen wertvorstellungen gut aufgehoben gefühlt, weil die grünen neben vielen politischen positionen, die ich teile, auch eine ausgeprägte basisdemokratische streitkultur pflegen. dies konnte ich auf zahlreichen landes- und bundesversammlungen erleben. im sinne der besten lösung wurde diskutiert, gestritten, um dann, wenn ein weg gefunden, abgestimmt war, gemeinsam zusammen für die grüne sache zu kämpfen, für unsere ideen, konzepte, angebote an die gesellschaft zu werben.

…es geht mir um’s (da)sein und nicht um’s (noch mehr was) werden. ich bin mit dem leben, das ich führen darf, mehr als zufrieden. ich schätze jeden moment des lebens, tagtäglich, was (ganz natürlich) mal mehr, mal weniger gelingt und strebe danach, dies in demut und achtsamkeit zu tun.

…ich lege wert auf ein integres tun, auch im ingolstädter stadtrat. meine entscheidungen dort treffe ich auf der grundlage meiner (grünen) werte, meiner (lebens)erfahrungen und meines wissens in und um die sache. 

…und: ich kann wertschätzung! 

…gerne vermittle ich zweifler*innen kontakt zu meinen ehemaligen und aktuellen mitarbeiter*innen, die meinen wertschätzenden umgang mit ihnen denke ich gerne bezeugen. ein gleiches gilt für die menschen, die mein leben und tun begleiten, dazu gehören auch künstler*innen und kunstschaffende. alle anderen könn(t)en mich fragen. bisher hat dies nur niemand (vor und nach der pressemitteilung) getan. (…meiner kritischsten stimme im haus musste/konnte ich mein tun nach der sitzung nachvollziehbar darlegen. …ich durfte sogar daheim schlafen 😉  )

…nochmal: es geht’s mir um’s (da)sein der bürger*innen in ingolstadt. es geht mir um nicht mehr (aber vor allem um nicht weniger). das musste gesagt werden. punkt.

…so, und jetzt weiter: gemeinsam mit allen(!) grünen in ingolstadt für die bessere sache, für die menschen. ich reiche die hand.

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