..ein wenig (queer) gedacht

…auf meiner heutigen radtour habe ich die donau gequeert. queer über die staustufe. 

  

 

…gerade zur staustufe wird in diesen tagen viel geredet, diskutiert und geschrieben. ich will hier nicht noch einmal anfügen, was andernorts schon oft gesagt wurde. meine politische position ist klar. für mich reicht es aus, wenn hier fussgängerInnen, läuferInnen und radfahrerInnen queeren. trotzdem wird der angedachte versuch mit öffentlichen (klein)bussen wohl kommen. in diesem zusammenhang kommen dann auch schon wieder die (alp)träume von einer vierten donauquerung noch weiter im westen von ingolstadt erneut hoch.

…nein, ich will queer denken. ich will etwas höher als auf der strasse ansetzen. im kopf. ingolstadt ist eine (kleine) grossstadt, in der (noch) vieles allzu klein geredet wird. problem(ch)e(n) werden (viel zu) gross gemacht. wir wollen (grosse) grosstadt sein und übersehen das, was uns wirklich gross machen kann. die kleinheit.

…es gibt auf dieser welt ganz viele megastädte, die ganz andere probleme als wir haben. man muss nur in die reihe unserer partnerstädte schauen. foshan hat über 7 millionen einwohnerInnen und ganz bestimmt andere verkehrprobleme als ingolstadt. längere fahrten in der stadt, längere staus. die menschen dort müssen mehr lebenszeit auf den strassen verbringen. welche dichte, welche masse diese stadt hat, zeigt dieser ausschnitt:

…wir müssen das herangehen an unsere stadt – so meine ich – bescheidener, demütiger denken. wir leben hier – man vergebe mir die offenheit – unendlich komfortabel, unendlich gut, unendlich bequem, unendlich satt. ja, es gibt immer dinge die verbessert werden können. fortentwicklung ist ein menschlicher wesenszug. nur muss unser handeln, muss unser streben nach immer mehr immer wieder an der welt, die uns umgibt, gemessen, gewogen werden. denn dann bekommt das, was wir (manchmal) beklagen, einen neuen sinn, eine neue wertigkeit und kann wieder zu (mehr) bescheidenheit führen, zu einem anderen umgang mit dem/den uns anvertauten. also, liebe ingolstädterInnen, steht in diesem bewusstsein doch mal anderes im (viel beklagten) feierabendstau, nutzt diese zeit für queere gedanken. und seid (bitte) dankbar, hier heute leben zu dürfen.

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