…(us)ansichten nr. 26 …take it eas(ier)y!

…nun geht es morgen wieder zurück nach ingolstadt. aber eine (us)ansicht möchte ich, quasi als überleitung zur nächsten diskussion über den verkehrsentwicklungsplan in der nächsten stadtratssitzung am 16.6., noch los werden.

…ich bin/war in einer stadt mit rund 300.000 einwohnerInnen. lexington, kentucky. eine stadt und ein umland die, abgesehen von den allgegenwärtigen pferden, auch von einem nahe gelegenen toyota-automobilwerk (http://www.toyotageorgetown.com – dem grössten in nordamerika) und seinen zulieferbetrieben geprägt ist/sind. auch deutschstämmige zulieferer (webasto) sind hier vertreten. eine stadt, in der eigentlich die gleichen probleme auftreten (sollten) wie in ingolstadt. und ja, es ist (tatsächlich) so. hier eine kleine momentaufnahme:

  

…ein „feierabendstau“ bis kurz vor den horizont auf einer der (sternförmigen) ausfallstrassen. und dieses bild von kurz vor 16 uhr ist noch die „milde“ form. was aber auffällt ist, dass selbst bei diesen staus kein(e) autofahrerIn genervt oder gar (wahrnehmbar) aggressiv reagiert. die behinderungen werden mit (der hier typischen) gelassenheit (hin)genommen. was bleibt auch anderes übrig. eine gelassenheit, die mir in den hitzigen diskussionen zum verkehr in ingolstadt, zum verkehrsentwicklungsplan manchmal (bitter) abgeht. eine diskussion, die leider häufig auch von – subjektiv verständlichen – individualinteressen geprägt ist.

…von einem ausgeprägten radverkehrssystem, wie es ingolstadt besitzt, ist lexington, sind die anderen städte, die ich besucht habe (cincinnatti, louisville), noch weit entfernt. es sind aber auch schon bemerkenswerte (vorwärts)bewegungen wahrnehmbar. so finden sich auf den (haupt)strassen immer mehr abgegrenzte „bike-lanes“, die das radfahren sicher ermöglichen sollen. auch existiert in allen städten ein (grundlegender) öpnv per bus, in cincinnatti (partnerstadt münchens) sogar ab 2016 eine strassenbahnlinie. kein grund also über die verkehrsent-/abwicklung in den usa gleich die nase zu rümpfen, denn die hauptausrichtung auf den pkw ist hier schlicht und einfach der grösse des landes geschuldet.

…ich nehme aus diesen tagen hier jedenfalls mit, dass man unvoreingenommen genauer hinschauen muss, ob die vorgeschlagene lösung, das vorgeschlagene projekt auch richtig passt, ob die richtung stimmt. und dies mit einem grossen schuss mehr gelassenheit, denn sowohl die verkehrsprobleme hier als auch in ingolstadt finden auf einem hohen, sehr hohen (wohlstands)niveau statt. 

…also (liebe) leut: take it eas(ier)y! life is (already very) good (in our town) 🙂

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