…politikverdrossenheit …ein paar persönliche gedanken

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…ein zufälliges gespräch. mit zwei menschen, die ich schon länger kenne, die ich schätze, helfende menschen. und dann kommt die rede auf mein (ehrenamtliches) engagement in der (kommunal)politik. es fallen sätze, wie „da kann man eh nix mehr ändern“, „die machen doch eh was sie wollen“ und ich beginne (automatisch), mich zu rechtfertigen, zu erklären, denn ich bin ja ein teil von „die“.

…jetzt sitze ich einen tag später hier und diese 10 minuten kommen mir wieder in den sinn, wirken nach. was tun, wie mich verhalten?

…ich kann hier nur persönliche gedanken, handlungsstrategien niederschreiben, denn nur so kann in einem system gezeigt werden, dass es auch anders geht.

…also: ich will auf grund meines engagements, meines (zeitlich begrenzten) mandates keine persönlichen vorteile. ich bin ein bürger, der von den bürgerInnen das vertrauen geschenkt bekommen hat, sie zu repräsentieren, für sie entscheidungen zu fällen. diese entscheidungen sind geleitet durch die überzeugungen, die ich habe, die ich kommuniziere. und ich handle nach meinem (ge)wissen.

…ich will also ich bleiben, ansprechbar, aber auch streitbar, gradlinig und konsequent, das tun, was ich für gut und richtig, was ich für die zukunft als positiv gestaltend ansehe. und das ohne darstellung meiner selbst. ich will wahrgenommen werden über inhalte, über das, was ich auf der sachlichen ebene bewegen kann. und ich will handeln in demüt, dienmütig meinen mitmenschen gegenüber.

…und ich will dafür arbeiten, dass die bürgerInnnen auch zwischen den gängen zur wahlurne wirklich, verbindlich und nachhaltig (mit)wirken können.

…das sind die gedanken, die zu mir kommen, wenn ich das gespräch von gestern in mir (nach)schwingen lasse. und vielleicht kann ich an der ein oder anderen stelle mit beitragen, dass einstehen für unser gemeinwesen wieder etwas geschätzt wird. denn was wäre ohne dieses einstehen?

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Eine Antwort zu “…politikverdrossenheit …ein paar persönliche gedanken

  1. Wer nur motzt, ohne sich zu engagieren, tut sich leicht – und ändert nichts. Glaubwürdig und würdig, sich zu echauffieren ist eigentlich nur derjenige, der sich als Politiker der Realität stellt. Dafür danke ich Dir.

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