…don alphonso, der dk und die inkonsequenz – eine kleine anmerkung

im donaukurier vom 14./15. august schildert uns der „star-blogger“ don alphonso, warum er sich vor google street view schützen will. dazu beschreibt er uns ausführlich die – offenbar persönliche – problematik mit einem „zentralen block in der maxvorstadt mit über 100 bewohnern“ in münchen.

liest man dann weiter so findet sich noch folgende passage: „vor street view musste man persönlich vorbeikommen, um sich vom öffentlichen raum aus ein bild zu machen. mit street view geht es immer und sofort, sobald man es mit persönlichen daten verknüpft.“

im falle von don alphonso (alias rainer meyer) brauchen wir aber street view gar nicht. es reichen der donaukurier und don alphonso selber.

denn der donaukurier teilt uns gleich in der persönlichen vorstellung mit, wo don alphonso in ingolstadt „residiert“ und natürlich finden wir auch die wohnanschrift im impressum eines der blogs von don alphonso (was ja auch so sein muss).

dank dieser beschreibung findet man ganz schnell auf den seiten des donaukurier ein schönes bild des tilly-hauses in ingolstadt, in dem don alphonso wohnt: ungepixelt, ohne unkenntlichmachung der abgebildeten personen.

auch wenn diese aufnahme nach § 23 kunsturhg zulässig sein mag, darf man schon die frage stellen, wo denn hier die konsequenz liegt zwischen der kritik an google und dem eigenen handeln.

man würde sich hier doch ein wenig mehr konsequenz wünschen.

und ist denn don alphonso nicht aufgefallen, dass die ankündigung von street view in deutschland „ganz zufällig“ zusammenfällt mit der erosion der netzneutralität. will google vielleicht durch dieses zeitliche zusammentreffen nicht von einem für die demokratie noch viel wichtigeren thema ablenken. dazu aber leider keine zeile im artikel von don alphonso. schade!

p.s.: leider ist der artikel im dk auch nicht (mehr) zu kommentieren. im übrigen ist mit sightwalk.de bereits ein ganz ähnlicher dienst wie google street view online.

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Eine Antwort zu “…don alphonso, der dk und die inkonsequenz – eine kleine anmerkung

  1. Ja, sicher, um das Tillyhaus mache ich auch kein Aufheben, das ist zu bekannt. Aber in der Münchner Maxvorstadt? Tja. Da hilft alles Schnüffeln erst mal auch nicht weiter. Lesen müsste man halt können.

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